TECOSIM auf der SIMVEC 2016

Mehr Fahrkomfort durch weniger Geräusche, die Verknüpfung von Leichtbau und Sicherheitsanforderungen sowie die modernen Entwicklungsprozesse TEC|BENCH und TEC|CONCEPT stehen im Mittelpunkt des TECOSIM-Auftritts auf der kommenden SIMVEC. Gleichzeitig präsentiert der Spezialist für numerische Berechnung und Simulation auf dem VDI-Fachkongress seine Leistungen für die Struktur-, Strömungs-, Mehrkörper- und Systemsimulation/1D. Die führende Fachveranstaltung für Simulation und Erprobung im Fahrzeugbau findet am 22. und 23. November in Baden-Baden statt. Besucher finden den TECOSIM-Stand mit der Nummer 35 im ersten Obergeschoss.

Das TECOSIM-Team freut sich auf den Austausch bei einer Tasse Cappuccino an Stand 35 im ersten Obergeschoss

In einem Fachvortrag am 23. November um 9.35 Uhr stehen die Akustik und der Fahrzeugkomfort im Fokus. Torsten Kroschwald, Technical Manager und Mark Gevers, Niederlassungsleiter Köln, stellen ein NVH-Gesamtfahrzeugprojekt vor. Dieses hat TECOSIM gemeinsam mit Honda durchgeführt. In ihren Ausführungen zeigen die beiden Referenten auf, wie die Prognosegenauigkeit von FE-Analysen für die Geräuschentwicklung durch Motoranregung verbessert werden kann. Da die Reifen mit ihren Feder- und Dämpfungseigenschaften das Fahrzeug tragen und so das Schwingungsverhalten maßgeblich beeinflussen, setzte das Team bei der Optimierung hier an. „Das Projekt hat zu einer starken Verbesserung der Prognosequalität beigetragen“, so Torsten Kroschwald.

Sicherheit versus Leichtbau:
CAE-Studie zum Einsatz von PLEXIGLAS® für Fahrzeugscheiben

An Werkstoffe für Fahrzeugscheiben stellen Automobilhersteller hohe Sicherheitsanforderungen, gleichzeitig hat dieser Bereich großes Potenzial für Leichtbaukomponenten. Auf dem Stand von TECOSIM wird ein Seitenfenster aus einer PLEXIGLAS®-Spezialformmasse ausgestellt. Diese Scheibe ist rund 50 Prozent leichter als vergleichbare Scheiben aus herkömmlichem Mineralglas. Im Auftrag von Evonik hat TECOSIM gemeinsam mit dem Institut für Mechanik und Materialforschung (IMM) der Technischen Hochschule Mittelhessen die PLEXIGLAS®-Rohlinge hinsichtlich ihres Crashverhaltens geprüft und die Ergebnisse in einer CAE-Validationsstudie dokumentiert. Dank der Untersuchungen konnten die bestehenden Materialkenntnisse erweitert und im Vergleich Hardwaretest versus Simulation abgeglichen werden.

Ein großer Vorteil: Die Projektpartner konnten bei der Erstellung der Testrohlinge und bei der späteren Simulation auf Daten aus einem TEC|BENCH-Modell von TECOSIM zurückgreifen. Auf diese Weise reduzierten sich der Zeit- und der Kostenaufwand des Projekts deutlich. Die Ergebnisse aus der CAE-Validationsstudie bieten eine sehr gute Grundlage für Gespräche mit Automobilherstellern über einen erweiterten Einsatz der PLEXIGLAS®-Formmassen.

Prozesse und Methoden für aktuelle Herausforderungen

Darüber hinaus präsentieren die Ingenieure auf der SIMVEC neue und bewährte Produkte und Leistungen. Mit TEC|BENCH stellt TECOSIM zudem sein Verständnis von Reverse Engineering vor. Die Vorteile des virtuellen Benchmarkings wiegen in der modernen Automobilentwicklung, die von sich ständig verändernden technischen Rahmenbedingungen und von weltweit vernetzten Prozessen geprägt ist, besonders schwer. „Mit TEC|BENCH können Hersteller und Zulieferer aktuelle Herausforderungen meistern, zum Beispiel den zunehmenden Einsatz neuer Werkstoffe und die stetig wachsende Komplexität der Fahrzeugtechnik durch alternative Antriebe“, so Martin Westerwald, Geschäftsführer bei TECOSIM. „Wir stellen fest, dass die Automobilhersteller virtuelles Benchmarking zunehmend stärker in ihren Entwicklungsprozess integrieren“, so Westerwald weiter.

Mit TEC|CONCEPT zeigt TECOSIM auf der SIMVEC zusätzlich einen neuen Ansatz für einen beschleunigten Entwicklungsprozess in der frühen Konzeptphase auf. Dahinter steht eine neuartige Methode zur Berechnung von kompletten Fahrzeug- oder Komponentenentwürfen, die bereits in der frühen Entwicklungsphase, aber auch in der späteren Detaillierung vielfältige Optimierungspotenziale aufzeigt.

Ebenfalls am Stand gezeigt wird die Software TEC|WRX. Sie basiert auf HyperMesh von Altair und wurde von TECOSIM-Ingenieuren entwickelt. TEC|WRX automatisiert viele Einzelschritte beim Aufbau von Simulationsmodellen. Der Werkzeugkasten gestaltet den Ingenieuralltag damit deutlich effizienter und senkt Kosten. Auch die Qualität der aufgebauten Simulationsmodelle wird verbessert.